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Altenpflegeheim Kronberg

Pflegeleitbild des Diakonischen Werkes Bethanien

„Leben helfen“

Das Motto des Diakonischen Werkes Bethanien lautet „leben helfen“. „Leben helfen“ wollen wir den Menschen, die unsere Hilfe brauchen und wünschen.
„Leben helfen“ heißt hinschauen und begleiten, hinhören und beraten, pflegen und heilen, trösten und fördern. Zu unserem Dienst gehören die jeweils nötige fachliche Hilfe, die menschliche Zuwendung, die Verkündigung des Evangeliums und das Angebot der Seelsorge. (vgl. Werksleitbild)
Als Mitarbeiter im Altenpflegeheim Kronberg leisten wir unseren Beitrag zur Vorbeugung und Linderung von Leid, zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten unserer Bewohner, zur Heilung von Menschen und zur Begleitung Schwerkranker und Sterbender und deren Angehörigen.

1. Grundlagen und Ziele der Pflege

Durch unsere Arbeit wollen wir die Lebensqualität der uns anvertrauten alten und kranken Menschen fördern und erhalten. Wir berücksichtigen die Lebensgeschichte, die Persönlichkeit, die Selbstbestimmung und die Bedürfnisse und Wünsche des Bewohners. Wir sehen den Bewohner als Einheit von Körper, Seele und Geist. In einer von Geborgenheit, Vertrauen und Sicherheit geprägten Atmosphäre wollen wir durch optimale Pflege zur Zufriedenheit der Bewohner beitragen.
Zur Sicherung einer optimalen Pflegequalität arbeiten wir einerseits anhand einer individuelle, auf jeden Bewohner abgestimmten Pflege- und Betreuungsplanung und Dokumentation, andererseits nach allgemein anerkannten Pflegestandards. Zur Erhaltung der Selbständigkeit und zur Verringerung der Abhängigkeit des Bewohners berücksichtigen und fördern wir in unserer täglichen Arbeit die Fähigkeiten des Bewohners. Noch vorhandene Ressourcen versuchen wir ständig in unsere Arbeit mit einzubeziehen. Weil wir der Überzeugung sind, dass ein Mensch in verschiedenen Lebenssituationen unterschiedliche Bedürfnisse entwickelt, erheben und planen wir diese nach dem Strukturmodell anhand von sechs Themenfeldern ständig neu.

Die Würde und die Selbstbestimmung des Bewohners zu wahren und zu achten ist uns wichtig. Dies gilt besonders auch für unseren Umgang mit verwirrten, desorientierten und psychisch veränderten Menschen und für die Begleitung Schwerkranker und Sterbender.

2. Bewohner

Bei unseren betreuenden, begleitenden und pflegerischen Handlungen steht die Wahrung der Würde des Menschen im Vordergrund. Wir begegnen den Bewohnern mit Achtung und Akzeptanz.
Die Integration des Bewohners ins „Heimleben“ wird auf vielfältige Weise unterstützt. Wenn möglich beraten und informieren wir den Bewohner vor seinem Umzug ins Altenpflegeheim über Möglichkeiten und Grenzen der Lebensgestaltung im Heim.
Wir kooperieren mit den Mitarbeitern des Begleitenden Dienstes, um sowohl die Integration des Bewohners als auch dessen Lebens- und Freizeitgestaltung durch therapeutische und psychosoziale Angebote, tägliche Andachten etc. zu fördern.
Im Rahmen des uns Möglichen werden besondere Wünsche des Bewohners berücksichtigt.
Wir respektieren das Selbstverfügungsrecht jedes Bewohners mit einem hohen Maß an Verantwortung gegenüber sich und anderen. Körperliche, geistige und seelische Einschränkungen heben diese Verantwortung und Rechte nicht auf. Für Bewohner, deren Selbstäußerung durch oben genannte Beein¬trächtigungen eingeschränkt ist und für die aus diesem Grunde für bestimmte Bereiche ihres Lebens eine gerichtlich angeordnete Betreuung besteht gilt es, in enger Zusammenarbeit mit dem Betreuer, Entscheidungen zum Wohle der Bewohner zu treffen. Hierbei spielt der mutmaßliche Wille des Bewohners eine erhebliche Rolle.

Ziel unserer Pflege ist die Erhaltung der Selbständigkeit des Bewohners. Bei allen Aktivitäten, die der Bewohner nur bedingt selbständig oder nicht selbständig durchführen kann, erhält er kompetente und verlässliche Hilfe, ebenso Unterstützung bei existentiellen Problemen.
Sollten wir die gewünschte Hilfe nicht bieten können, werden wir versuchen, den Kontakt zu anderen kompetenten und zuverlässigen Dienstleistern herzustellen.
Wichtig ist uns auch eine Hilfestellung beim bewussten Annehmen neuer eigener Einschränkungen und Grenzen sowie einem damit zusammenhängenden möglichen Trauerprozess um verlorene Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Die Individualität des Bewohners wird von uns geachtet.
Bei der Gestaltung des Heimalltags kann der Bewohner mitwirken. Er wird in die Entscheidungen, die sein Leben im Heim betreffen, mit einbezogen. Sein Zimmer wird von uns als sein Zuhause betrachtet, das er zum Teil nach eigenen Vorstellungen gestalten kann.

3. Mitarbeiter

Wir als Mitarbeiter des Diakonischen Werkes Bethanien verpflichten uns, die im Pflegeleitbild beschriebenen Grundlagen und Ziele unserer Arbeit im Blick zu behalten. Wir sind qualifizierte, verantwortungsvolle Pflegekräfte, die ihre fachliche, soziale und persönliche Kompetenz ständig erweitern und vertiefen.
Wir beachten das Bedürfnis unserer Kollegen nach Nähe und Distanz, gehen freundlich und respektvoll miteinander um und akzeptieren und helfen uns gegenseitig. Wir arbeiten eng mit anderen Abteilungen in unserem Hause zusammen und sind um einen steten Austausch bemüht.

Ebenfalls ist uns an einem guten und vertrauensvollen Miteinander mit anderen Berufsgruppen gelegen, die unsere Bewohner aufsuchen (Ärzte, Apotheken, Sanitätshäuser, Krankengymnasten etc.). Die Schweigepflicht bezüglich der uns anvertrauten Personen und Daten wird von uns beachtet.
Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung sowie der Supervision werden mit Unterstützung des Dienstgebers genutzt, um damit die Arbeitszufriedenheit, die Motivation und die Pflegequalität zu erhalten und zu erhöhen.
Wir freuen uns über ehrenamtliche Helfer und Helferinnen, die uns in unserer Arbeit unterstützen und wissen deren Engagement zum Wohle unserer Bewohner zu schätzen.

4. Angehörige

Weil wir den Bewohner in seinem sozialen Umfeld sehen, ist uns der Kontakt zu seinen Angehörigen wichtig. Angehörige der Heimbewohner sind uns willkommen und erwünscht.
Da wir wissen, dass die Pflege und Begleitung der Bewohner qualitativ verbessert wird, wenn sie im Einklang und in guter Zusammenarbeit mit den Angehörigen geschieht, ist uns schon im Vorfeld der Heimaufnahme viel an einer beratenden und begleitenden Zusammenarbeit gelegen.
Während der Dauer des Aufenthaltes in unserem Hause gliedert sich die Zusam-menarbeit mit den Angehörigen folgendermaßen:

Beratende Zusammenarbeit:
Sie dient sowohl der Information der Angehörigen als auch unserer Information   über die zu pflegenden Personen.

Begleitende Zusammenarbeit:

Uns ist bewusst, dass im Zusammenhang mit dem Heimaufenthalt eines  Angehörigen viele Fragen auftreten. Aus diesem Grunde bieten wir helfende Gespräche an, die diesen Prozess des Begleitens erleichtern sollen.

Mithelfende Zusammenarbeit:
Wir sind bereit, Angehörige zu unterstützen, die sich über das übliche Angebot   unseres Hauses hinaus für die Bewohner einsetzen, und sind dankbar für Hilfen   von Angehörigen bei Festgestaltungen, Ausflügen und anderen Angeboten im psychosozialen Bereich.

Damit ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann, sind wir um größtmögliche Transparenz unserer Arbeit gegenüber Angehörigen bemüht. Dazu gehört auch, dass Konflikte zwischen Angehörigen und Mitarbeitern nicht verdrängt, sondern mit dem Ziel, diese zu lösen, angesprochen werden. Deshalb sind wir an einem ständigen Austausch und regelmäßigen Gesprächen mit Angehörigen interessiert.

In unserer Einrichtung erscheint eine regelmäßige Informationsschrift, der ‚Kronbergbote‘, die den Bewohnern und den Angehörigen und Freunden die Möglichkeit bietet, sich über verschiedene Angebote unseres Hauses zu informieren.

5. Atmosphäre

Unsere Arbeit ist von der Überzeugung geprägt, dass jeder Mensch als geliebtes Geschöpf Gottes unendlich wertvoll ist.
Wir als Mitarbeiter des Altenpflegeheims Kronberg setzen uns für eine Arbeitsatmosphäre ein, die geprägt ist von gleicher Wertschätzung für jeden Bewohner und Kollegen.
Viele von uns sind im christlichen Glauben verwurzelt und schöpfen daraus Kraft für die Wahrnehmung des diakonischen Auftrages.
Unser Ziel ist es, dass sich Bewohner und deren Angehörige durch unsere Pflege und Begleitung wertgeachtet, sicher und geborgen fühlen.
 

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